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Opulenz wurde bei der Beziehungskomödie
im Episodenformat an mehreren Fronten exerziert: Die lange
Besetzungsliste gleicht einem Who's Who der Indie-Ikonen, insgesamt elf
Produzenten werden in den Credits aufgeführt und der Retro-Soundtrack
umfaßt 49 Hits der achtziger Jahre. Am US-Boxoffice wollte sich bei
einem Gesamteinspiel von 6,6 Mio. Dollar jedoch keine vergleichsweise
ausufernde Besucherschlange bilden.
Bei Teenagern stieß das am Silvesterabend 1981 in New York City angesiedelte Beziehungsgeflecht wohl deswegen auf wenig Resonanz, da die Prä-Aids-Ära mit ihren gängigen One-Night-Stands abgesehen von ein paar Blondie- und Go-Gos-Songs von wenig Relevanz für sie ist. Gen-X-er auf Nostalgietrip werden sich hingegen eher mit der Farce um Freilebigkeit identifizieren können. Die lose verknüpften Episoden drehen sich vorwiegend um ein schnellebiges Paarungskarusell und die daraus entstehenden neuen Konstellationen. Gemeinsamer Nenner all dieser grundverschiedenen Mitspieler ist eine Party bei Martha Plimpton in der East Village. Skandalrockerin Courtney Love ist mit ihrem besten Freund in Gestalt von Paul Rudd unterwegs, der gerade von seiner Freundin Janeane Garofalo den Laufpass erhalten hat. Christina Ricci und Gaby Hoffmann mimen zwei New-Wave-Vorstadtgören, die mit zwei Punkrockern (Casey Affleck und Guillermo Diaz) anbandeln. Ben Affleck ist ein umschwärmter Barkeeper, der die plumpesten Anmach-Oneliner von sich geben darf. Jay Mohr stellt einen eitlen Ladykiller dar, der mit Goldie-Hawn-Tochter Kate Hudson (geradezu masochistisch als Supertrampel) ein peinliches Rendevous durchlebt. Darüberhinaus tauchen u.a. Brian McCardie als lausiger Liebhaber und Elvis Costello als er selbst auf. Im Gegensatz zum entfernt verwandten "Playing By Heart" hat diese MTV-Produktion (fast) keine Ambitionen über hehre Gefühlsregungen zu reflektieren, sondern den Protagonisten geht es um unbeschwertes Partyvergnügen in der Silvesternacht, wo niemand im neuen Jahr alleine aufwachen will. Regisseurin Risa Bramon Garcia, bislang erfolgreich als Castingdirektorin tätig, liefert mit dieser manchmal ein wenig gezwungen humorvoll anmutenden Farce ihr Debüt ab. ara.
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